Sämtliche beheizte Räume neigen im Winter zu trockener Luft. Dies ist einfach aus der Menge der Feuchtigkeit zu erklären, die die Luft bei verschiedenen Temperaturen mit sich führen kann.
Eine Luft mit 50% Feuchtigkeit enthält bei +20°C (im Sommer) 8,65 g H²O je m³. Bei 0°C (im Winter) enthält die Luft bei 50% Feuchtigkeitsgehalt nur mehr 2,43 g H²O je m³. Wird diese Außenluft nun im Raum auf 20°C erwärmt, bedeuten diese 4,86 g nur mehr 14% Luftfeuchtigkeit. Die Luft wird trocken. Bei zentralbeheizten Räumen wird außerdem keineF rischluft für die Verbrennung von außen angesaugt, die Raumluft verliert jedoch durch Diffusion nach außen ständig weiter an Feuchtigkeit.
Andererseits ist eine Mindestfeuchtigkeit der Luft für die Gesundheit des Menschen von großer Bedeutung. Trockene Luft vertrocknet die Flimmerepithele der Schleimhaut und setzt den natürlichen Abwehrmechanismus des Menschen gegen Bakterien aller Art außer Betrieb. Außerdem begünstigt trockene Luft Aufladungen mit statischer Elektrizität und schadet Möbeln, Bildern etc.
lm Winter wird eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 45% als behaglich empfunden und sollte 30% keinesfalls unterschreiten. lm Sommer liegen die werte bei 40 bis 60% (Grandjean).
Es ist leicht zu erkennen, dass der Fehlbedarf an Feuchtigkeit im Winter sehr groß ist (für einen normalen Wohnraum von 20m² ca.0,5 I pro Stunde), daher kann mit der Haltung von Zimmerpflanzen oder mit der Anbringung von Verdunstungsgeräten an den Heizkörpern keine wirksame Verbesserung der Luftqualität erreicht werden.
Wirksame Luftbefeuchter basieren auf 3 Systemen:
Zerstäuber (Aerosole)
Wasser wird durch Düsen oder durch mit großer Geschwindigkeit rotierende Scheiben in die Raumluft zerstäubt, wo dieses rasch verdampft. Da eine tropffreie Zerstäubung nicht möglich ist, ist eine Ablaufvorrichtung für überschüssiges Wasser nötig. Nachteil: Bei Unachtsamkeit könnte das Gerät mehr Feuchtigkeit abgeben, als die Luft aufnehmen kann.
Folge: Taubildung auf kühlen Oberflächen. Außerdem relativ hoher Geräuschpegel und häufige Reinigung erforderlich.
Verdampfer
Wasser wird durch Heizschlangen auf 70 bis 90°C erhitzt oder zum Sieden gebracht. Die Feuchtigkeit wird als Wasserdampf an die Luft abgegeben. Keine Verschmutzung, da keine Luftumwälzung. Empfehlenswert sind Geräte mit eigenen Verdämpfungskammern, da nicht der gesamte Wasservorrat erhitzt wird (keine Verbrühungsgefahr Umstoßen des Gerätes.
Verdunster
Durch einen Ventilator wird die Raumluft durch eine mit Wasser benetzte oder berieselte Schaumstoffmatte geblasen. Die Feuchtigkeitsabgabe "erfolgt in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt Vorteil ist die gleichzeitige Reinigung der Luft.
Nachteil: die Verschmutzung des Filters durch die Umluft
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